Modulare Grundwassersanierung für einen komplexen Schadensfall in Hessen
Die Sanierung von belasteten Böden und Grundwasserleitern stellt Industriebetriebe und Behörden gleichermaßen vor große technische und regulatorische Herausforderungen. Besonders dann, wenn Schadstoffe bereits in den Untergrund gelangt sind und eine weitere Ausbreitung über die Grundwasserströmung verhindert werden muss, sind durchdachte, zuverlässige und gleichzeitig flexible Lösungen gefragt. Genau hier setzt ein aktuelles Projekt an, das von M&P Umwelttechnik GmbH – Mitglied der SIERA Allianz– auf einem Industriegelände in Hessen geplant und umgesetzt wird. Unter dem Leitmotiv „Engineering For A Better Tomorrow“ zeigt dieses Projekt, wie moderne Umwelttechnik und präzise Planung Hand in Hand gehen.
Ausgangssituation: Schadstoffe im Boden und Grundwasser
Auf einem Industriegelände in Hessen wurden Schadstoffe im Boden und im Grundwasser festgestellt. Eine der zentralen Zielsetzungen der Sanierungsmaßnahme besteht darin, zu verhindern, dass diese Schadstoffe mit der natürlichen Grundwasserströmung weiter abtransportiert werden. Eine unkontrollierte Ausbreitung hätte nicht nur ökologische Folgen, sondern könnte auch angrenzende Nutzungen und Schutzgüter gefährden.
Vor diesem Hintergrund wurde M&P Umwelttechnik GmbH – Mitglied der SIERA Allianz mit der Planung und dem Bau einer neuen Anlage zur Grundwassersanierung beauftragt. Bereits in der frühen Projektphase lag der Fokus auf einer möglichst kompakten Bauweise der Anlage, ohne dabei Abstriche bei Effizienz, Steuerbarkeit oder Betriebssicherheit zu machen.
Auswahl des geeigneten Sanierungsverfahrens
Im Rahmen einer umfassenden Variantenstudie wurden unterschiedliche Sanierungsverfahren für den vorliegenden Schadensfall untersucht. Ziel dieser Studie war es, das technisch und wirtschaftlich am besten geeignete Verfahren zu identifizieren.
Als Ergebnis dieser Bewertung ging ein mikrobiologisches In-situ-Verfahren hervor. Dieses Verfahren ermöglicht die Reduktion der Schadstoffkonzentrationen direkt im Untergrund. Dadurch kann bei Grundwassersanierungen dieser Art in vielen Fällen auf große oberirdische Anlagentechnik verzichtet werden.
Ein wesentlicher Vorteil dieses Ansatzes liegt darin, dass:
- die eigentliche Schadstoffreduktion im Untergrund erfolgt,
- nur vergleichsweise kleine oberirdische Anlagen erforderlich sind,
- Eingriffe in den laufenden Betrieb des Industriegeländes minimiert werden können.
Kompakte und modulare Anlagenkonzeption
Auf Basis des ausgewählten Verfahrens plant M&P Umwelttechnik GmbH – eine neue, kompakte Grundwassersanierungsanlage. Ein zentrales Planungselement ist dabei die modulare Ausführung der Anlage.
Das modulare System bietet entscheidende Vorteile für den späteren Betrieb:
- Hohe Flexibilität: Bei einer Verringerung des Volumenstroms können einzelne Anlagenteile außer Betrieb genommen werden.
- Unveränderte Prozessschritte: Trotz Anpassungen im Betrieb bleiben die grundlegenden Prozessschritte der Sanierung unverändert.
- Optimierte Steuerbarkeit: Die Sanierung kann gezielt an den Fortschritt im Untergrund angepasst werden.
Diese modulare Konzeption trägt maßgeblich dazu bei, die Effizienz der Maßnahme über die gesamte Laufzeit hinweg sicherzustellen.
Standortwahl und infrastrukturelle Randbedingungen
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Planung betrifft den Aufstellungsort der Anlage. Um eine einfache Zugänglichkeit für Betrieb und Wartung zu gewährleisten, soll die Anlage außerhalb des eigentlichen Betriebsgeländes errichtet werden.
Diese Entscheidung bringt jedoch zusätzliche technische Anforderungen mit sich. Unter anderem muss:
- eine der Hauptstraßen des Betriebes gequert werden,
- die Leitungsführung entsprechend sicher und dauerhaft ausgelegt werden.
Darüber hinaus müssen auch die Witterungsbedingungen berücksichtigt werden. Sowohl Frostperioden im Winter als auch hohe Temperaturen mit starker Sonneneinstrahlung im Sommer fließen in die Auslegung der Anlage ein. Ziel ist ein ganzjährig stabiler und sicherer Betrieb unter wechselnden klimatischen Bedingungen.
Pumpversuche als Grundlage der Auslegung
Bereits im Vorfeld der eigentlichen Planung wurden umfangreiche Pumpversuche durchgeführt. Diese liefern wichtige Erkenntnisse für die Dimensionierung und Auslegung der Sanierungsanlage.
Die Pumpversuche geben Aufschluss über:
- die optimalen Entnahmeraten des Grundwassers,
- die geeigneten Infiltrationsraten,
- den Wirkungsbereich der Maßnahme im Untergrund.
Die Versuche wurden als Immissionspumpversuche (IPV) ausgeführt. Ziel dieser Methodik ist es, die aktuelle Lage des Schadensherdes möglichst genau zu lokalisieren. Diese Informationen sind entscheidend, um die Sanierung gezielt und wirksam umzusetzen.
Monitoring, Analytik und kontinuierliche Optimierung
Um die Effizienz der Anlage sicherzustellen und die Einhaltung aller regulatorischen Vorgaben zu gewährleisten, ist ein umfassendes Monitoringkonzept vorgesehen.
Während des Betriebes werden regelmäßig:
- Grundwasserproben,
- Proben nach definierten Prozessschritten
entnommen und analysiert.
Die gewonnenen Analysedaten bilden die Grundlage für eine fortlaufende Anpassung der Prozessparameter. Auf diese Weise kann der Betrieb der Anlage kontinuierlich an den Fortschritt der Sanierung angepasst und weiter optimiert werden.
Übersicht: Zentrale Projektmerkmale der Grundwassersanierung
| Projektmerkmal | Beschreibung |
| Standort | Industriegelände in Hessen |
| Verfahren | Mikrobiologisches In-situ-Verfahren |
| Anlagenkonzept | Kompakt und modular |
| Besonderheiten | Aufstellung außerhalb des Betriebsgeländes, Querung einer Hauptstraße |
| Voruntersuchungen | Immissionspumpversuche (IPV) |
| Betrieb | Regelmäßige Probenahme und Anpassung der Prozessparameter |
Beitrag zu nachhaltiger Umwelttechnik
Mit der Planung und dem Bau dieser Grundwassersanierungsanlage leistet M&P Umwelttechnik GmbH– einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Sanierung von Altlasten. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie technische Präzision, modulare Konzepte und detaillierte Voruntersuchungen zusammenwirken können, um komplexe Umweltschäden effizient und kontrollierbar zu beheben.
M&P Umwelttechnik – Mitglied der SIERA Allianz – steht für innovative Lösungen in der Umwelttechnik und verfolgt konsequent den Anspruch „Engineering For A Better Tomorrow“.


